Samstag, 14. November 2009

Wie entstehen die Bilder?


Für ein Musikvideo (gegen Nazis) bereite ich eine Serie von Bildern vor.
Ein Ölbild in schwarz-weiß ist bereits am Rechner entworfen: "NIE WIEDER"

Wie entstehen die Bilder?
Sehr unterschiedlich. Mal ganz spontan beim Telefonieren als Kritzelei, manchmal nach Fotovorlage, manchmal wie im Schuluntericht, indem ich mir eine Aufgabe stelle.
Hier war es nun der Inhalt eines Songs.
Ich hab ein wenig im Internet herum geschnökert, bei Wikipedia nochmal geschichtliches zum Thema nachgelesen, Stichworte in die Suchmaschine gegeben und irgendwann bin ich bei einer scheußlichen Demo in München gelandet. Was mich dann zu diesem Bild inspiriert hat.
Der Entwurf am Rechner ging relativ schnell. Das eigentliche Ölbild wird dann etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, eher zwei Wochen als zwei Stunden (-;

Montag, 12. Oktober 2009

Malen nach Foto (Gregory Colbert)



"Demut" nach Colbert
160x160 cm
Acryl auf Holz


Im März 2006 zeigte der STERN unter der Überschrift "Verwandte Seelen" Bilder des kanadischen Fotografen Gregory Colbert. Jemand bat mich, eines der Fotos auszuwählen und zu malen. Ich wählte DEMUT und malte es nicht wie auf dem Original in Sepia, sondern farbig in Acryl auf Holz. (leider hab ich noch immer nicht wie versprochen ein Foto von meiner fertigen Malerei erhalten)

Immerhin: zwei Aufnahmen, die ich beim Malen machte, kann ich hier zeigen. Beim fertigen Gemälde ist der Vordergrund ausgemalt und wirkt wie eine Modelllandschaft, die in den Ruhefelsen hinein fließt.

Wer mehr über Colbert erfahren möchte, dem empfehle ich
Gregory Colbert bei YouTube:
Feather to Fire
oder:
ashes and snow (popup)

Freitag, 18. September 2009

Die Suppe

"Die Suppe" malte Picasso 1903 in Öl auf Leinwand, mit 37 x 43 cm ein kleines Bild, dass sich heute in der J. H. Grang Collection in Toronto befindet.
1902/03, zur Zeit der Massenstreiks auch für Picasso ein Jahr großer Entbehrungen und materiellen Elends. Eine Suppe besitzt große Bedeutung vor diesem politischen und seinem persönlichen Hintergrund: ein 21 Jahre alter Maler, der in heruntergekommenen Absteigen lebt.

In meinem Regal stehen zwei dicke Bildbände über Picasso. Viele Maler faszinieren mich, Dali, Giger, Escher... Picasso auch, schon lange. Ich ging noch zur Realschule, als ich zum ersten Mal eine Ausstellung besuchte. In Braunschweig wurden Picassos Zeichnungen und Skizzen ausgestellt. Vermutlich hat das Einfluss gehabt... ich habe mich mehrfach an Bildern von Picasso versucht.
...der Picasso, der mir hier als Vorlage diente, war nicht bunt...



... Guernica auf meinen Visa gemalt ...

Mittwoch, 15. Juli 2009

Afrikanisch

Manchmal fällt mir nichts besseres ein, als irgendetwas aus meiner Wohnung zu malen.
Nun, meine Wohnung ist nicht im Kolonialstil oder afrikanisch eingerichtet. Aber in der nördlichen Ecke meines Wohnzimmers, da, wo meine Musik steht, habe ich ein paar afrikanische Dekos.
Vor etlichen Jahren fing es an, als mein Brüderchen von seiner letzten Marine-Fahrt zwei afrikanische Masken mitbrachte und ich noch etwas später einen großen marokkanischen Messingteller für eine Tapezierarbeit geschenkt bekam. Weitere Geschenke gesellten sich im Lauf der Jahre hinzu, Kerzenständer, eine kleine Trommel, ein alter Wandteller aus Familienbesitz... und irgendwann auch dieses kleine Figürchen, dass man auf dem Foto vor der Malerei stehen sieht.
Ich mag sehr gerne diese erdigen Farbtöne und malte, wie so oft, einen Hintergrund, um den dann erstmal eine Weile herum stehen zu lassen - bis ich wieder zum Pinsel griff und die Figur dazu malte.
"Afrikanisch", Acryl auf Leinwand
2006
38,5 x 67,5 cm

Sonntag, 14. Juni 2009

14.Juni 2009
Nach langer Zeit die Acrylfarben heraus gekramt und eine Leinwand übermalt, auf der ich vor Monaten ein Bild begonnen hatte. Das hat nicht lange gedauert und mit dickem Pinsel und Spachtel war das alte Bild verschwunden.
Ich hab lange nichts in dieser Art gemacht,
mehr Gegenständliches in Aquarell.
War auch am Schluss deutlich zu spüren: ich überlegte, ob ich nicht wenigstens noch einen Baum oder wenigstens Ast andeuten sollte. Nein.
So kann jeder was drin finden und die Harmonie der Farben wird keinesfalls gestört.
Irgendwie ist es ruhig und lebendig zugleich...

Freitag, 22. Mai 2009

Ein Cézanne zur Übung


Aquarellmalerei,
damit habe ich mich beschäftigt in letzter Zeit und dabei ist unter anderem dieses Bild entstanden. Als Vorlage diente mir ein Ölgemälde vom Impressionisten Cézanne, das "Château de Médan". Für mich eine schwierige Übung, denn mit Landschaftsmalerei habe ich mich bisher auch nicht recht anfreunden können. Über das Skizzieren war ich kaum hinaus gekommen und wenn schon Landschaft, dann eher Fantasy und am liebsten in Öl oder Acryl.
Ich habe das fertige Aquarell mit einem Foto von der Schafgarbe zusammen gebracht.

Freitag, 3. April 2009

Der Rabe


Es werden immer mehr Freunde - kein Wunder, Mütze findet das Frühlingswetter Klasse und fliegt in der Gegend herum. Gestern traf sie einen Raben, als sie in Tines Garten eine Pause einlegte. Beim Körnerknuspern kamen sie ins Gespräch und Mütze fand den Kleinen ganz freundlich.
Der arme Kerl hat noch keinen Namen, seitdem ist Mütze am überlegen, wie sie ihn nennen könnte.
"Robert, Willi, Kräxel, Ravel...? Am besten kommst du erstmal mit zu mir. Petzi fällt bestimmt was ein und du könntest auch eine Dusche gebrauchen."
"Aber nur, wenn es da auch Kinder gibt. Ich will nur bei Kindern wohnen." .....