Sonntag, 14. Juni 2009

14.Juni 2009
Nach langer Zeit die Acrylfarben heraus gekramt und eine Leinwand übermalt, auf der ich vor Monaten ein Bild begonnen hatte. Das hat nicht lange gedauert und mit dickem Pinsel und Spachtel war das alte Bild verschwunden.
Ich hab lange nichts in dieser Art gemacht,
mehr Gegenständliches in Aquarell.
War auch am Schluss deutlich zu spüren: ich überlegte, ob ich nicht wenigstens noch einen Baum oder wenigstens Ast andeuten sollte. Nein.
So kann jeder was drin finden und die Harmonie der Farben wird keinesfalls gestört.
Irgendwie ist es ruhig und lebendig zugleich...

Freitag, 22. Mai 2009

Ein Cézanne zur Übung


Aquarellmalerei,
damit habe ich mich beschäftigt in letzter Zeit und dabei ist unter anderem dieses Bild entstanden. Als Vorlage diente mir ein Ölgemälde vom Impressionisten Cézanne, das "Château de Médan". Für mich eine schwierige Übung, denn mit Landschaftsmalerei habe ich mich bisher auch nicht recht anfreunden können. Über das Skizzieren war ich kaum hinaus gekommen und wenn schon Landschaft, dann eher Fantasy und am liebsten in Öl oder Acryl.
Ich habe das fertige Aquarell mit einem Foto von der Schafgarbe zusammen gebracht.

Freitag, 3. April 2009

Der Rabe


Es werden immer mehr Freunde - kein Wunder, Mütze findet das Frühlingswetter Klasse und fliegt in der Gegend herum. Gestern traf sie einen Raben, als sie in Tines Garten eine Pause einlegte. Beim Körnerknuspern kamen sie ins Gespräch und Mütze fand den Kleinen ganz freundlich.
Der arme Kerl hat noch keinen Namen, seitdem ist Mütze am überlegen, wie sie ihn nennen könnte.
"Robert, Willi, Kräxel, Ravel...? Am besten kommst du erstmal mit zu mir. Petzi fällt bestimmt was ein und du könntest auch eine Dusche gebrauchen."
"Aber nur, wenn es da auch Kinder gibt. Ich will nur bei Kindern wohnen." .....

Donnerstag, 19. März 2009

Ein Baum spricht




Ein Baum spricht

In mir ist ein Kern, ein Funke, ein Gedanke verborgen,
ich bin Leben im ewigen Leben.






Einmalig ist der Versuch und Wurf,
den die ewige Mutter mit mir gewagt hat,
einmalig ist meine Gestalt und das Geäder meiner Haut,
einmalig das kleinste Blätterspiel meines Wipfels
und die kleinste Narbe meiner Rinde.
Meine Kraft ist das Vertrauen.
Ich weiß nichts von meinenVätern,
ich weiß nichts von den tausend Kindern,
die in jedem Jahr aus mir entstehen.
Ich lebe das Geheimnis meines Samens zu Ende,
nichts anderes ist meine Sorge.
Ich vertraue, daß Gott in mir ist.
Ich vertraue, daß meine Aufgabe heilig ist.
Aus diesem Vertrauen lebe ich.

(Hermann Hesse)

Mittwoch, 18. Februar 2009

Illusion in rot













Illusion in rot.
Der graue Sturm tobt.
Hier in meinem kleinen Leben.
War kurz davor, mir den Rest zu geben.
So großartig und viel für die Zukunft erreicht
und nun kommt einer daher,
spielt sich auf, macht sich wichtig
und erklärt, mein Denken sei nicht richtig,
ich hätte kein Recht, was zu fordern,
solle mich in die Reihe einordnen
zu denen, die demnächst ins Ghetto abwandern.
Zu all den Andern.


Wirtschaftskrise im Sozialstaat.
Freisetzung - klingt sehr apart
und bedeutet "Du bist raus",
spielst nicht mehr mit, bist nichts mehr wert.
Einer, um den sich keiner mehr schert,
es sei denn, dass er die Statistik beschwert.
Dann wird er geschoben zur Ein-Euro-Ecke,
darf Papierschnipsel putzen von Bürgermeisters Hecke,
als nützliches Glied der Gesellschaftskette
sich freun, noch ein bisschen dabei zu sein.
Aber doch sehr allein.

Weiterbildung hat auch nur der Statistik gedient.
Praktikanten sind billige Arbeitskräfte,
die jeder gerne haben möchte.
Doch hinterher vertraglich binden?
Nee, das machen wir nur mit Blinden
für die es genügend Zuschuss gibt.
Die Wirtschaftsbosse haben alles versiebt,
ist nichts mehr da für`s dumme Bürgerlein.
Sei schön still, iss nicht zu viel, geh einfach heim.
Die Zeiten werden so schnell nicht besser.
Zur Not - haste ja noch das Messer...

Donnerstag, 12. Februar 2009

Nasskaltes Wetter

13.Februar 2009, mitten in der Nacht mal wieder wach geworden.
Kein Wunder, eine Erkältung hielt mich zwei Tage lang in der Waagerechten, da bin ich nun wohl endlich ausgeschlafen. Ich bin froh, dass es keine lang andauernde Sache geworden ist, keine richtige Grippe, nur unachtsam gewesen bei dem schauderhaften Wetter da draußen.
Wenn ich dann hellwach bin und der Kopf sich nicht mehr so hohl anfühlt, kann ich ja auch den Rechner anschmeißen, dachte ich mir so. Und habe mich weiter mit dem GIMP beschäftigt.


Das Ergebnis ist hier zu sehen: ein Nebelbild, passend zum ekligen Wetter.

Bei manchen Experimenten mit dem Programm ist es, als würde ich Mandalas ausmalen. Erstmal hab ich das Foto (Draufsicht) von meinem Kaktus (guter alter Gustav, so heißt er) genommen und mit PaintNet den Effekt Bleistiftzeichnung gewählt. So erhielt ich einen ganz guten Umriss von dem stacheligen Ding und hab dann in aller Ruhe und sehr entspannungsfördernd die dunkelsten Linien nachgezogen. Und zwar so, dass ich für spätere Koloration zusammenhängende Flächen erhalte.
Danach bin ich zum GIMP gewechselt und hab Farbe drauf gegeben; heller Braunton für das strubbelige Ding, unter das ich mit dem Pinsel noch einen Stamm malte und einen dunklen blaugrünen Hügel.
Anschließend arbeitete ich mit MagixXtreme Fotodesigner weiter. Das Klonen geht mir mit diesem Programm von Macromedia leichter von der Hand. Die Schattenbäume sind so entstanden, indem ich die größte und weicheste Pinselgröße wählte.
Dann mit dem Zauberstab den Hintergrund maskiert und Schatten und Lichter mit der gleichen Pinseleinstellung gemalt, bis das Bild richtig schön neblig aussah.
Mit einem kleinen Pinsel malte ich noch die Figur unter den Baum und ging mit dem Weichzeichner drüber.
Wer mag das wohl sein, der da im Nebel herum sitzt?
Ich bin es nicht, ich sitze warm und trocken in meinem Wohnzimmer.

Mittwoch, 21. Januar 2009

Pflanzen malen

21.Januar 2009 - übers Pflanzen malen

Magnolie
Aquarell, 20x30 cm
2007

Ursprünglich hatte ich dieses Bild als Briefumschlag gedacht für die Post an einen lieben Menschen. Ich war leider zu langsam, der Mensch zog um, ohne die neue Adresse zu hinterlassen und so blieb das Bild bei mir.
Ich male selten Pflanzen und war damals erstaunt, dass es so gut gelang. Vielleicht lag es daran, dass ich Magnolien besonders gern mag und weil ein Magnolienbaum am Elternhaus stand. Das sollte ich überprüfen - vielleicht in der Art, dass ich einen Apfelbaum male. Denn wenn es an den schönen Erinnerungen liegt, müsste das mit einem Apfelbaum auch klappen. So einer stand auch im Elterngarten und war in jedem Frühjahr voller prächtiger Blüten in zwei verschiedenen Farbtönen, weiß und zart rosa überhaucht, weil er zwei verschiedene Apfelsorten trug.
Wie schön muss das Alte Land bei Hamburg sein, wenn all die Bäume blühen. Ich sollte dorthin einen Ausflug machen.

Bunter Baum
21.Januar 2009

Heute war der Sonnenuntergang wieder besonders leuchtend und er hat mich inspiriert, etwas sehr farbenfrohes zu malen. Das habe ich dann an meinem Rechner mit dem GIMP in Angriff genommen. Dabei habe ich kein bisschen darüber nachgedacht, was am Ende dabei heraus kommen könnte, als ich die leuchtenden Farben in Kreisen aufs Papier setzte. Ich arbeite noch nicht so lange mit GIMP und experimentiere mit den Möglicheiten, die das Programm bietet. So gab ich am Schluss einige Effekte darauf und kopierte hin und her, bis das ganze plötzlich an einen bunten Baum erinnerte.